Weberei: Was bisher erreicht wurde
Ende 2023 verschlechterte sich das Verhältnis zwischen der Stadt Gütersloh und dem bisherigen Weberei-Betreiber, der Bürgerkiez gGmbH. Eine lange geplante Renovierung der Küche und anderer Räumlichkeiten war nicht rechtzeitig durchgeplant und nicht von der Stadt in Auftrag gegeben worden. Zunächst die Bürgerkiez gGmbH, dann die Stadt nutzten die Gelegenheit, ihr Vertragsverhältnis zu kündigen. Die Zukunft der Weberei war ungewiss, niemand wusste, ob es weiterhin ein soziokulturelles Zentrum in Gütersloh geben würde. Ende 2025 war Schluss in der Weberei und die Renovierung wurde begonnen.
Die Stadt schmiedete Pläne, die Weberei in Eigenregie zu übernehmen. Im März 2024 warf die Initiative "Demokratie wagen!" in einer Stellungnahme der Stadt vor, sie plane eine feindliche Übernahme (https://www.demokratie-wagen.org/artikel/saeulen_der_kulturlandschaft). Der Kulturdezernent Andreas Kimpel war schwer erbost. Ob dieser Vorwurf zum Umdenken führte, ist nicht bekannt. Von einer Übernahme durch die Stadt ist heute jedenfalls keine Rede mehr. Mehrere Aktive versammelten sich aber hinter dem Text von Demokratie wagen! und es reifte die Idee, den Förderverein wiederzubeleben.
Die aktuelle Hitzewelle macht für jeden spürbar, was der Klimawandel bedeutet. Hitze gilt schon heute als eine der größten gesundheitlichen Gefahren – und sie wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen, sagt Anke Knopp, die aus der Initiative "Demokratie wagen!" heraus der Klimawoche zuarbeitet.
Nach fast 50 Stadtdates zieht die Gütersloher Initiative "Demokratie wagen!" eine positive Bilanz ihres Gesprächsformates. Jürgen Droop, Anke Knopp und Felix Kupferschmidt, die auch für die Klimawoche Gütersloh verantwortlich zeichnen, berichten von den unzähligen Themen und Gesprächen, die sich fast jeden Montag von 17-18 Uhr im Klimabüro ergeben hatten.
Wir waren dabei - und nicht nur wir! Als breites Netzwerk rund um die 
Diese fand am 7. November 2025 in der Aula der Janusz-Korczak-Gesamtschule statt. „Demokratie fängt im Alltag an – in unseren Schulen, Vereinen und Nachbarschaften“, betont Roland Thiesbrummel, Leiter des Fachbereichs Soziales der Stadt Gütersloh. „Die Konferenz soll ein Ort sein, an dem Menschen aus Gütersloh zusammenkommen, Erfahrungen teilen und gemeinsam Lösungen entwickeln.“


Kommunale Betriebe wie Stadtwerke, die für ihre Kommune wichtige Funktionen der Daseinsfürsorge übernehmen, werden demokratisch kontrolliert und bieten so große Gestaltungsmöglichkeiten. Sie unterliegen nicht zwangsweise den brutalen Kräften des freien Marktes. Dieses gilt auf Gütersloher wie auch auf Bielefelder Seite.


Die Weberei wurde von einem bunten Bündnis gesellschaftlich engagierter Menschen geradezu als der Gegenentwurf dazu erdacht. Hier ging es in freier Trägerschaft in erster Linie um soziale, politische und kulturelle Teilhabe. Kommunikation stand über allem. Bevölkerungsgruppen aller Couleur sollten angesprochen und aktiv eingebunden werden, egal, welchen Alters, Ethnie, sozialer Status oder Bildung. Es ging um das gemeinsame Erleben von Musik, Tanz, Theater, Lesungen, Comedy, Flohmärkte u.a. in ungezwungener Atmosphäre, niedrigschwellig und kostengünstig. 40 Jahre lang hat sich in Gütersloh dieses Gegenüber von freier und städtischer Kulturarbeit getragen - zum Vorteil und zur Freude der Bürgerinnen und Bürger. Nun will es der Kulturdezernent beenden.