Bewerbungsverfahren

Kommentar zum Kulturausschuss am 19.09.2013

  • 24 September 2013
  • jdroop

Von Detlef Fiedrich

„alea iacta est“ – der Würfel ist gefallen - wie man so schön zu sagen pflegt. Die Brüder Böning haben mehrheitlich den Zuspruch nun auch offiziell im Kulturausschuss erhalten. Einzig die SPD und die BfGT haben sich bei der entscheidenden Abstimmung enthalten.

Dass die BfGT sich an der Abstimmung beteiligt hat, mag formaljuristisch auch in Ordnung sein. Es bleibt jedoch ein dickes, fettes ABER und ein wahrlich unleckeres Geschmäckle. Denn war nicht die Gruppe um Nobby Morkes Mitbewerber um die Weberei? Hatte nicht die BfGT/Morkes-Gruppe Zugang zu allen brühwarmen Informationen der Verwaltung, was die übrigen Bewerber so nicht hatten? Waren nicht Vertreter dieses Vereins in den Vorgesprächen und Platzierungen beteiligt? Gut, dass sie vielleicht auch gerade deshalb „nur“ auf Platz 3 der Vorauswahl kamen. Trotzdem meine ich, hätten sie sich grundsätzlich für befangen erklären müssen und alle Sitzungen mit dem Thema ‚Weberei‘ meiden sollen. So bleibt ein schaler Geschmack beim Betrachter bestehen. Dieses Verhalten trägt mit Sicherheit mit dazu bei, dass Bürgerinnen und Bürger sich immer mehr von der Politik, vom Gemeinwesen abkehren.

"Team Böning" erste Wahl für die Weberei

Quelle: 
Stadtportal Gütersloh, Internet, 24.09.2013

Der Kulturausschuss hat am Donnerstag entschieden, wie und von wem das Bürgerzentrum "Die Weberei" in Zukunft geführt werden soll. Gemäß einem Beschlussvorschlag der Verwaltung und entsprechend einer Empfehlung aus einer Auswahlkommission entschieden sich die Ausschussmitglieder für eine Liste, bei der auf Platz eins das Konzept des Teams der Brüder Steffen und Tim Böning, auf Platz zwei das des Teams um Matthias Kirchhoff und auf Platz drei das des Teams um Nobby Morkes steht.

Großes Interesse im K1 der Stadthalle: Viele Zuhörer verfolgten Diskussion und Beschlussfassung, darunter auch Tim und Steffen Böning (Bildmitte rechts).

Eine Übernahme der Weberei ist - wie ausgeschrieben - zum 1. Januar 2014 vorgesehen. Eine Aufnahme des Betriebs bereits zum 1. Oktober ist anheim gestellt.

Klares Votum für Böning-Brüder

Quelle: 
Neue Westfälische, Gütersloher zeitung, 19.09.2013

Weberei-Konzept überzeugt auch den Kulturausschuss

VON THORSTEN GÖDECKER Gütersloh. Wenn Sie heute in den Verhandlungen mit Kulturdezernent Andreas Kimpel keinen Rückzieher machen, dann werden die Brüder Steffen und Tim Böning spätestes ab dem 1. Januar 2014 die neuen Herren der Weberei sein. Das beschloss gestern der Kulturausschuss einstimmig bei Enthaltungen der fünf Sozialdemokraten und des BfGT-Vertreters. Kimpel soll auch versuchen, die Brüder davon zu überzeugen, das soziokulturelle Zentrum schon am 1. Oktober zu übernehmen. 

Weberei: Auftrag für Vertragsgespräche erteilt

Quelle: 
Die Glocke, Gütersloh, 19.09.2013

Gütersloh (din) - Erwartungsgemäß hat der Kulturausschuss am Donnerstag mit den Stimmen von CDU, Grünen, FDP und UWG der Verwaltung den Auftrag erteilt, mit den Brüdern Steffen (39) und Tim Böning (37) Vertragsgespräche zur Übernahme der Weberei zum 1. Januar 2014 zu führen.  Außerdem soll sie den Betrieb für die Zeit vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember sicherstellen.

Weberei-Gespräche hinter den Kulissen

Quelle: 
Die Glocke, Gütersloh, 17.09.2013

Gütersloh (din) - In dieser Woche soll die Entscheidung über die Vergabe der Weberei an die Brüder Steffen und Tim Böning fallen. Bisher verlautete nichts zu den Bedingungen für die angestrebte nahtlose Weiterführung des Kulturzentrums. Am Abend traf sich auf Einladung von Bürgermeisterin Maria Unger (SPD) der Ältestenrat im Rathaus.  In den vergangenen Wochen hat sich das meiste hinter den Kulissen abgespielt. Am Montag war in der Verwaltung keine Auskunft zum Stand der Gespräche zu bekommen. Gegenüber der „Glocke“ bekräftigte Steffen Böning die Absicht der Brüder: „Wir wollen die Weberei übernehmen.“ Das gelte auch für die Mitarbeiter. „Wir haben mit allen gesprochen“, sagte Böning. In einer Runde sei schon darüber geredet worden, wie der Betrieb im Oktober fortgeführt werden könne. Eine auch nur zeitweise Schließung der Weberei sei zu vermeiden.

Verhandlungen zur Weberei: Kulturausschuss tagt am 19. September

Quelle: 
Die Glocke, Gütersloh, 07.09.2013

Gütersloh (din). Überraschend schnell haben sich CDU, Grüne, FDP und UWG in den Ferien für die Brüder Steffen (39) und Tim Büning (37) als Betreiber der Weberei ausgesprochen. Die Brüder verhandeln mit der Verwaltung und Insolvenzverwalter Jochen Schnake über die Modalitäten der Betriebsübergabe.

Die Verwaltung bereitet eine Vorlage für den 19. September vor. Dann soll der Kulturausschuss in einer Sondersitzung die endgültige Entscheidung treffen.

Bevor sich diese schnelle Festlegung abzeichnete, hat die „Glocke" alle Bewerber gefragt, was ihr Konzept ausmacht, was sie befähigt, die Weberei auf solide Beine zu stellen, und warum gerade sie den Zuschlag erhalten sollten. Trotz der offenbar schon gefallenen Entscheidung beschäftigt sich der Hauptausschuss am kommenden Dienstag (17 Uhr) mit einem Antrag der Initiative „Demokratie wagen!" für eine öffentliche Bürgerinformation. Die Verwaltung lehnt das mangels Zeit und bereits hergestellter Öffentlichkeit unter anderem in den Medien ab.

Anhang: 

Tacheles: Es fehlt ein geordneter Prozess

Quelle: 
GT-INFO, September 2013

Die Mehrheit der im Rat vertretenen Parteien haben sich vor der Kulturausschuss-Sitzung im September auf die Brüder Tim und Steffen Böning geeinigt. Das Rennen scheint gelaufen, die Übernahme der Weberei ist zurzeit das öffentliche Thema Nummer ein. Das Bürgerzentrum lässt (fast) keinen Gütersloher kalt. Zur Entwicklung und zum Bewerbungsverfahren redet in dieser Ausgabe Jürgen Droop „Tacheles“ ... Jürgen Droop ist Verteter der Bürgerinitiative „Demokratie wagen!“, die sich für Transparenz und Bürgerbeteiligung in dieser Stadt einsetzen ... 

Die Böning-Brüder gehen also als Weberei-Modernisierer durchs Ziel. Oder etwa doch nicht? Eine Mehrheit von CDU, Grünen, FDP und UWG flüsterte den Böning-Sieg zwar voreilig als Ergebnis einer Auswahlkommission, der offizielle Kulturausschuss tagt jedoch erst am 19. September. Die Kommission – mehr zufällig besetzt – hatte das Thema hinter verschlossenen Türen beraten. Es folgten parteiinterne Fraktionssitzungen - und dann die Verkündung. Übrigens zuerst auf facebook durch Mitbewerber Matthias Markstedt – und nicht von den Parteien. Auch Bewerber und Ratsherr Nobby Morkes nutzte facebook – zur Gratulation der vermeintlichen Sieger.

Öffentliche Weberei-Debatte beantragt

Quelle: 
Die Glocke, Gütersloh, 27.08.2013

Gütersloh (din) - Das Rennen um die Weberei scheint gelaufen. Gleichwohl soll sich die Politik schon vor der entscheidenden Sitzung des Kulturausschusses am 19. September noch einmal mit der Frage beschäftigen.  In einem Bürgerantrag vom 18. August für den Hauptausschuss am Dienstag, 10. September, fordern Vertreter der weiterhin aktiven Initiative „Demokratie wagen!“ eine öffentliche Diskussionsveranstaltung oder eine außerordentliche Sitzung des Kulturausschusses, in der die Konzepte der drei Bewerbergruppen vorgestellt werden.

Die Würfel sind gefallen

Quelle: 
Neue Westfälische, Gütersloher zeitung, 22.08.2013

Politische Mehrheit steht: Die Böning-Brüder machen das Rennen um die Trägerschaft der Weberei

VON ANETTE ISRINGHAUSEN Gütersloh. CDU, Grüne, UWG und FDP haben in ihren jeweiligen Fraktionssitzungen beschlossen, die Trägerschaft für die Weberei den beiden Bewerbern Steffen und Tim Böning zu übertragen. Die Entscheidung ist damit gefallen, wenngleich sie der Kulturausschuss am 19. September noch offiziell bestätigen muss.  

"Absolut überzeugend", "sehr professionell" – diese Einschätzung teilen alle vier Fraktionen übereinstimmend. Nicht nur das Konzept der Bönings "Der Bürgerkiez für Gütersloh", sondern auch ihre persönliche Präsentation in der Findungskommission wie bei der Bürgerversammlung im Parkbad hat den Politikern sehr gut gefallen. Gepunktet haben die beiden vor allem mit dem Konzept für die Gastronomie mit Biergarten, Kneipe und Bistro. Insgesamt fand der Grundtenor des Konzepts, nach dem die Weberei "chicer und serviceorientierter" werden soll, Anklang.

Böning-Brüder übernehmen die Weberei

Quelle: 
Westfalenblatt, Gütersloh, 22.08.2013

Mehrheit steht seit Mittwoch – Notbetrieb in der Übergangszeit

Von Michael Delker Gütersloh (WB). Tim Böning ist bereits auf Wohnungssuche in Gütersloh, denn seit Mittwochabend ist klar: Er und sein Bruder Steffen werden die Trägerschaft der Weberei übernehmen. Dass die Bönings die besten Karten haben, zeichnete sich bereits nach der Vorstellungsrunde vor einer Woche ab. Nachdem am Mittwochabend ein Großteil der Fraktionen tagte, steht nun die Mehrheit. CDU, FDP, UWG und Grüne werden in der Kulturausschuss-Sitzung am 19. September für das Konzept der Brüder stimmen.  

»Bei der Vorstellung haben sie den kompetentesten Eindruck hinterlassen. Als Konzertveranstalter ist Tim Böning sehr gut vernetzt«, sagt FDP-Fraktionschef Dr. Wolfgang Büscher. Die Grünen stimmten einstimmig für das Konzept. »Es erscheint uns in der inhaltlichen Ausrichtung und der kaufmännischen Fundierung sehr stimmig«, so Sprecher Marco Mantovanelli. Dagegen will sich die SPD nicht frühzeitig auf eine Bewerbergruppe festlegen.

Politik setzt mehrheitlich auf Böning-Brüder

Quelle: 
Die Glocke, Gütersloh, 22.08.2013

Gütersloh (din) - Die Brüder Steffen (39) und Tim Böning (37) erhalten aller Voraussicht nach mit ihrem Konzept „Bürger-Kiez“ den Zuschlag für die Weberei. Die Fraktionen haben nach ihren Sitzungen in dieser Woche der Verwaltung und dem Insolvenzverwalter Jochen Schnake mehrheitlich empfohlen, Gespräche mit den Brüdern zu führen.

Die Bönings auf Platz eins gesetzt haben CDU, Grüne, FDP und UWG. SPD und BfGT wollen sich noch nicht festlegen. „Der hohe Grad der Professionalität des Konzepts“ hat nach den Worten des kulturpolitischen Sprechers Wilko Wiesner die CDU überzeugt. Das beziehe sich sowohl auf die Gastronomie als auch auf den kulturellen Bereich. Die Bönings hätten die Marktlücke für die Weberei in der Region beschrieben und dargelegt, wo sie Ansätze für eine Umsatzsteigerung sehen, die das Ganze tragen soll. Es könnten aber immer noch Hindernisse auftreten wie die Konditionen für das Mietverhältnis mit der Stadt und die Art und Weise der Betriebsfortführung. Wiesner sprach von einem objektiven Auswahlverfahren und einem „richtigen Ergebnis“.

Bürgerantrag nach § 24 GO NRW „Anregungen und Beschwerden“ an den Hauptausschuss der Stadt Gütersloh am 10. September 2013

  • 18 August 2013
  • jdroop

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

Hier: Öffentliche Diskussionsveranstaltung / außerordentliche Kulturausschusssitzung zur Vorstellung der Konzepte der drei noch im Rennen befindlichen Bewerbergruppen um die Übernahme der Trägerschaft der Weberei vor der kommenden Kulturausschusssitzung am 19.09.2013.

Begründung:

Wie wir der Presse entnehmen konnten, tagte am Donnerstag, den 15.8.2013 eine zufällig zusammengesetzte Auswahlkommission aus Politik, Insolvenzverwalter und Verwaltung. Auftrag dieser Kommission war es vorerst nur, nach 'objektiven Kriterien' die vorliegenden Bewerbungen zu sichten und nicht zu bewerten. Diese ‚objektiven Kriterien‘ wurden jedoch bisher nicht veröffentlicht. Offensichtlich herrschte nach der Sitzung Verwirrung der Beteiligten über weiteres Vorgehen. Jedoch wurde schon bei diesem Treffen ein 'Ranking' erstellt und bekanntgegeben.

In dieser für Gütersloh wichtigen kulturpolitischen Entscheidung erscheint es uns wichtig, dass den Bürgerinnen und Bürgern vor dieser Entscheidung die Konzepte der BewerberInnen einmal vorgestellt werden sollten.

„Allenfalls ein Signal“

Quelle: 
Neue Westfälische, Gütersloher Zeitung, 17.08.2013

Rennen um Weberei-Trägerschaft noch nicht gelaufen

Gütersloh (ai). Bereits vor der Sitzung des Kulturausschusses am 19. September hat sich bei den Entscheidungsträgern ein Stimmungsbild herauskristallisiert: Wie gestern berichtet, schnitten die Brüder Steffen und Tim Böning unter den Bewerbern für die Trägerschaft der Weberei bei einem „Ranking“ am besten ab. In der Auswahlkommission aus Politik und Verwaltung sei die Meinung einhellig gewesen, hieß es.

Wilko Wiesner, Kulturexperte und Ratsherr der CDU, stellte allerdings klar, dass es keine politische Entscheidung gewesen sei. Diese sei den zuständigen Gremien (Fachausschuss und Rat) vorbehalten. Man habe lediglich das Ergebnis einer „objektiven Bewertungsmatrix“ veröffentlicht“.

Viele gute Ideen bekommen

Quelle: 
Westfalenblatt, Lokalausgabe Gütersloh, 15.08.2013

Weberei-Bewerber Tim und Steffen Böning präsentieren Ergebnis ihrer Internet-Umfrage

Von Uwe Caspar Gütersloh (WB). Die Resonanz war beachtlich: Mehr als 200 Gütersloher beteiligten sich mit ihren Vorschlägen an dem von den Brüdern Tim und Steffen Böning initiierten Internetforum »Bürgerkiez« zum künftigen Betriebskonzept der Weberei. »Die vielen guten Ideen, die wir bekommen haben, beweisen, dass die Zukunft der Weberei den Leuten hier nicht egal ist«, freut sich Tim Böning.

Bekanntlich sind die Brüder (»Wir sind gute Geschäftsleute und können auch brutto von netto unterscheiden«) einer von drei Bewerbern, die die Trägerschaft des insolventen Bürgerzentrums übernehmen möchten. Das Ergebnis ihrer Umfrage präsentierten sie am Dienstagabend im Parkbad mit Unterstützung des flott moderierenden Fernseh-Comedian Simon Gosejohann der Öffentlichkeit – vor rund 100 Gästen überwiegend der mittleren und älteren Generation. Die eingereichten Vorschläge fasste Tim Böning auf fünf Tafeln in fünf Kategorien zusammen: An erster Stelle Gastronomie (Unter anderem: »Anspruchsvollere Speisen«), danach folgen Kulturprogramm (»Ganztagesprogramm für alle Zielgruppen«), Partys (»Formate für Jüngere«), Ambiente (»Mehr Sauberkeit«) und Management/Professionalität (»Ruhe reinbringen, Kontinuität sichern und keine Experimente«).

Ein kurzer Abriss der Vorstellung der Böning-Brüder

  • 14 August 2013
  • Gast (nicht überprüft)

Die Brüder Tim und Steffen Böning warben öffentlich für ihr Konzept zur Übernahme der Weberei. Eingeladen waren die interessierten Bürger ins Parkbad. Draußen. Eine große Handvoll war gekommen. Immerhin liegt der Termin mitten in den Sommerferien.

Mit lockerer Lippe und als Maskottchen für Kulturerfahrung moderierte Comedian Simon Gosejohann, befreundet mit den Böning-Brüdern. Alle drei erklärten ihre enge Verbundenheit mit der Weberei seit Jugendlichentagen. „Wenn es die Weberei nicht gibt, bin ich seltener in Gütersloh, das kann ich meinen Eltern nicht zumuten“, so Gosejohann. Das Engagement für die Weberei sei bürgerschaftliches Engagement, Reden allein am Biertisch gehe nicht, Ziel sei es, die Weberei in einem Jahr nicht wiederholt vor der Pleite stehen zu lassen. Die Bewerber-Brüder führen immer wieder das Wort „Bürgerkiez“ im Munde, wenn sie von der Weberei sprechen.

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